Andere Länder - Andere Sitten

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Contents

Australien

Film "Naked Lunch" ohne Zuschauer, Melbourne 1992

Die Vorführung des Films von David Cronenberg musste abgesagt werden, weil ihn niemand sehen wollte. Dabei war der Eintritt sogar kostenlose - einzige Bediengung: Die Zuschauer sollten nackt zur Vorführung kommen. (WN Nr. 97 1992)

“Kookaburra Sits In The Old Gum Tree” nicht mehr "gay", 2010

1932 hatte eine Musiklehrerin aus Melbourne, Victoria während dem Kirchenbesuch eine “Eingebung”. Sie ging heim und schrieb ein australisches Lied. Seitdem ist “Kookaburra Sits In The Old Gum Tree” ein beliebtes und oft gesungenes australisches Kinderlied, in dem aber u.a. die Zeile "gay your life must be" vorkommt, was soviel heißt wie "Dein Leben scheint heiter zu sein". Gay aus dem englischen übersetzt heißt heiter, lustig, fröhlich, bunt. In der heutigen Zeit bedeutet gay aus dem englischen übersetzt aber auch homosexuell, schwul, lesbisch. Die Strophe “Gay your life must be” erschien dem Direktor einer Schule in Melbourne, Victoria, Australien deshalb einfach als inadäquat und wurde kurzerhand in “Fun your life must be” umbenannt. Der Schuldirektor wollte sich politisch korrekt verhalten, tat aber genau das Gegenteil mit seiner unüberlegten Reaktion auf die vielen Kinder, die sich auf dem Schulhof gegenseitig mit “gay” beschimpfen. “Wenn immer das Lied gesungen wurde, gab es an der Stelle “gay your life must be!” großes Gelächter”. Durch den Austausch des Wortes geriet Schuldirektor insbesondere bei Lesben und Schwulen in die Kritik. Es wurde gefordert, wieder den ursprünglichen Text zu singen. (Sdt. 6.9.2010)

China

Hongkong: Lehrerin erkämpft sich das Recht, Hosen zu tragen, 2010

Eine Lehrerin aus Hongkong darf im Unterricht eine Hose tragen. Dieses Recht hatte sich Kwong Ho-ying in einem dreijährigen Gerichtsverfahren erstritten. Die Schule hatte verlangt, dass die Frau im Kleid zur Arbeit erscheinen sollte. Ein Gericht verurteilte die Schule nunmehr, sich bei der früheren Kollegin zu entschuldigen und ihr eine noch nicht festgelegte Entschädigung zu zahlen. Kwong Ho-ying hatte ihren Job im Jahr 2007 nach nur zwei Monaten aufgegeben, weil sie sich von der Kleiderordnung erniedrigt und vom Schulleiter gemobbt fühlte. Die Frau hatte am ersten Arbeitstag eine Hose und Bluse getragen. „Ich bin Lehrerin, kein Model“, sagte Kwong Ho-ying der Zeitung. Sie wolle nicht gezwungen werden, ein Kleid bei der Arbeit zu tragen. Für männliche Kollegen habe die Schule keinen Dresscode. „Ich hoffe, mein Fall wird ein Beispiel geben und anderen helfen“, fügte sie hinzu. (welt online 15.9.2010]

Joschka Fischer als Finanzkrokodil, 2011

Einer chinesischen Wochenzeitung unterlief 2011 ein peinlicher Fehler: Die Qingnian Cankao veröffentlichte auf ihrer Titelseite und im Internet versehentlich ein Foto des früheren Bundesaußenministers Joschka Fischer als Illustration eines Artikels über den US-Investor George Soros. Betitelt war das Foto mit 'Das Finanzkrokodil'. (Sdt. online 5.8.2011)

Titelblatt mit Fischer als Soros

Deutschland

Moderne Zeiten, 1970

In der Einladung zu einem Jugendtreffen auf ihrem Klostergelände "Kanaan" zählten die Darmstädter evangelischen Marienschwestern auf, worauf Teilnehmer verzichten müssen: "Auf alles, was dem inneren Anliegen des Jugendkonvents widerspricht, wie Kofferradio -- Illustrierte -- Zigaretten -- Alkohol -- Gesprächsaustausch zwischen Jungen und Mädchen -- Miniröcke -- unprogrammäßige Stadtgänge usw." Trotzdem können auch moderne Jugendliche zu den Nonnen kommen: "Mädchen, die keine Kleider haben, die das Knie bedecken, können für die Zeit des Jugendkonvents hier Röcke ausleihen." (Spiegel 30 1970)

Wohnungsangebot für taube Mieter, Bremerhaven 1987

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Hasen-Mobbing-Klage, Vechta 2010

Auf Unterlassung wurde eine minderjährige Schülerin 2010 von einer Lehrerin an einer Haupt- und Realschule angezeigt, weil diese einen Hasen an die Tafel gemalt hatte. Außerdem habe die Schülerin behauptet, dass die Pädagogin beim Anblick von Hasen "durchdrehe". Bereits 2008 war es zu einem ähnlichen Fall vor Gericht gekommen, der mit einem Vergleich endete: Die Schülerin verpflichtete sich, es zu unterlassen, gegenüber Dritten zu behaupten, dass die Klägerin beim Anblick eines Hasen oder beim Hören des Wortes einen Tobsuchtsanfall bekommen, anfange zu weinen, zu schreien und den Klassenraum verlasse. (zdf online 19.5.2010)

Richter verbieten iPod-Eierbecher,2010

Apple, die Inhaber der Marke iPod und des Designs des MP3-Players, hatten eine in Erbach/Odenwald ansässige Firma mit einer einstweiligen Verfügung belangt und und ihnen die Verwendung des Begriffs "eiPott" in Zusammenhang mit dem Verkauf ihres Eierbechers untersagt. Die Richter gaben Apple Recht. Zwar sei die Namensgebung “eine witzige Idee und man muss auch erstmal darauf kommen. Eine humorvolle oder parodistische Auseinandersetzung [...] vermag der Senat aber nicht erkennen.” Den Begriff “eiPOTT” darf koziol auch weiterhin verwenden, allerdings nicht im Zusammenhang mit einem Eierbecher. (blog ausgefallene Ideen)

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Dubai

SMS mit sexuellem Inhalt, 2010

Küsse in der Öffentlichkeit sind in Dubai ohnehin verboten. Aber auch dem Verschicken einer privaten SMS mit sexuellem Inhalt folgte 2010 rasch die Strafe: Zu drei Monaten Haft wurden von einem Berufungsgericht eine Flugbegleiterin und ihr Vorgesetzter verurteilt. Das war noch milde, vorher hatte ein anderes Gericht eine sechsmonatige Strafe verhängt. (MZ 18.3.2010)

England

Wache unter den Rock geschaut, 70er

(Archiv)

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Weihnachtsgeschenk Puppe: "Erlösung von der Ehefrau", London 1991

Die Puppe mit der Bezeichnung "Erlösung von der Ehefrau war als Weihnachtsgeschenk gedacht. Man konnte ihr Kopf und Gliedmaße abreißen. Britische Frauengruppen protestierten dagegen. Das männliche Pendant "Erlösung von dem Ehemann" blieb unbeanstandet. (RN 27.12.1991)

Britischer Humor: Witz mit dem Verlust aller Zähne bezahlt, London 1993

Die Diagnose des Zahnarztes, dass bei dem Patienten drei Zähne gezogen und acht mit Füllungen versehen werden müssten, kommentierte der mit den Worten: "Wie ich mich jetzt fühle, würde es mir auch nichts ausmachen, wenn Sie alle ziehen." Bei der nächsten Sitzung ließ der Zahnarzt unter Vollnarkose des Patienten Taten folgen. Der Patient verklagte den Arzt unter dem Hinweis, er habe nur einen Witz gemacht. Man einigte sich auf einen Vergleich über die Zahlung von 12000 Mark. (WR 16.3.1993)

Änderung der Gebärdensprache: Lider zu Schlitzaugen, 1994

In den neunziger Jahren wurden die traditionellen Ausdrucksformen der Tauben nach rassistischen Zeichen untersucht. Das Wort "Jude" wurde in der Sprache der britischen Gehörlosen mit dem gekrümmten Zeigefinger dargestellt, offenbar als Andeutung einer Hakennase. Das Zeichen für "Chinese" indem die Lider zu Schlitzaugen verzerrt werden. Diese Zeichen wollten die Redakteure 1994 aus dem Gehörlosenprogramm der BBC verbannen. Noch nicht in der Diskussion waren andre Zeichen, die ähnlich problematisch gedeutet werden könnten: Iren werden mit einem Fingerschnipsen über der Schulter dargestellt, so als wolle man Schmutz entfernen. Und "Deutsche" mit einem gestreckten Zeigefinger auf der Stirnmitte, der eine Pickelhaube der deutschen Soldaten unter Kaisers Zeiten symbolisiert.(Spiegel 36 1994)

Beispiele aus der Gebärdensprache

Engländerin spricht nach Migräne-Anfall mit französischem Akzent, 2010

Migräne-Anfälle verändern manchmal offenbar etwas im Gehirn: Eine Engländerin spricht nach einem heftigen Migräne-Anfall mit französischem Akzent. Sie leide seit dem Anfall im Januar 2010 unter dem Fremdsprachen-Akzent-Syndrom, sagte die 49-jährige Kay Russell der Lokalzeitung "Gloucester Echo". Und sie versuche nicht mit Akzent zu reden, doch es gehe nicht anders: "Das ist eine Behinderung." Seit dem Vorfall hält man sie für eine Französin in England oder für eine Osteuropäerin, klagte sie. Tatsächlich handelt es sich bei dem sehr seltenen Syndrom um eine Sprachstörung, die von Zuhörern mit einem ausländischen Akzent in Verbindung gebracht wird. Es ist vergleichbar mit Schädigungen im Sprachzentrum des Gehirns, wie sie etwa nach Hirnschlägen auftreten. Es kann vorübergehend oder dauerhaft sein. Eine Behandlungsmethode gibt es nicht. Erstmals wurde das Syndrom in den 40er Jahren beschrieben. (zdf online 17.9.2010)

Sprechender Spielzeughund bringt Kindern das Fluchen bei, 2011

Die Mutter einer vier Monate alten Tochter ging gegen eine Spielzeugfirma an. Der Grund: Sie hatte einen sprechenden Hund gekauft, um ihrer Tochter die englische Sprache beizubringen. Das Plüschtier sprach zwar, aber meist nur das F-Wort. Die Firma versprach Ersatz. (Sdt. 19.1.2011)

Behörde untersagte Muttermilch-Eis, 2011

Eine Londoner Behörde zog im Februar 2011 die aus Muttermilch gemachte Sorte "Baby Gaga" aus dem Verkehr. Eine Sprecherin des Rates von Westminister City teilte dazu mit, man habe damit auf zwei Beschwerden reagiert. Darin hieß es, die Lebensmittelbehörde solle darüber entscheiden, ob aus Körperflüssigkeiten anderer Leute hergestelltes Eis gesundheitlich unbedenklich sei. Bis zur Entscheidung der "Food Standards Agency" durfte "Baby Gaga" nicht verkauft. Durch Muttermilch können Viren übertragen werden, beispielsweise das Hepatitis-Virus. Die gewöhnungsbedürftige Kreation war im Londoner Szenestadtteil Covent Garden angeboten worden. Verfeinert mit Vanille aus Madagaskar und geriebener Zitronenschale wurde das Dessert für 14 Pfund (umgerechnet etwa 16,80 Euro) pro Becher verkauft. Die Eissorte hatte sich zum Verkaufsschlager entwickelt. Die erste Lieferung war nach kurzer Zeit ausverkauft. (Spiegel online 28.2.2011)

Indien

Guru versucht übers Wasser zu wandern und ... scheitert, 1973 (Archiv)

Guru beim Selbstversuch

Indonesien

Strafe für schief gesungene Hymne, 2010

Bis zu zwei Jahre Haft oder eine Geldstrafe droht auf den Philippinen denjenigen, die die Nationalhymne falsch singen? Wer die Töne nicht richtig trifft oder wem die rechte Inbrunst fehlt, muss mit Strafe rechnen. Das Repräsentantenhaus hat 2010 ein entsprechendes Gesetz verabschiedet und die sangesstarken Philippiner damit am Dienstag verblüfft. "Lupang Hinirang (auserkorenes Land) sollte im Tempo eines Marsches gesungen werden", befahlen die Parlamentarier und gaben den genauen Takt vor. Wer bei den Tönen daneben haut oder nicht mit genügend Inbrunst singt, muss auch mit einer Strafe rechnen. 100.000 Pesos - rund 1.700 Euro - Geldstrafe oder zwei Jahre Gefängnis. Der Hotelangestellte Mario Damontes hatte kein Problem damit: "Das ist in Ordnung, ich finde auch, das wir Respekt zeigen müssen, wenn wir die Hymne singen." (heute online 5.10.2010)

Iran

"Busenbeben" - leicht bekleidete Frauen verantwortlich für Naturkatastrophen, Iran 2010

Ein iranischer Geistlicher behauptete, dass leicht bekleidete Frauen für Naturkatastrophen wie Erdbeben mit verantwortlich seien: "Viele Frauen, die sich nicht zurückhaltend kleiden, führen junge Männer von ihrem Weg ab, korrumpieren ihre Keuschheit und verbreiten Unzucht in der Gesellschaft, die die Gefahr von Erdbeben erhöht". (Prediger Sedighi, Teheran 16.4.2010). Daraufhin starteten Frauen eine Gegeninitiative und riefen den "Boobquake-Day" aus, an dem möglichst viel Haut gezeigt werden solle, um zu beweisen, dass die Erde dann doch nicht bebt. (zdf online 27.4.2010)

Busenbeben 2010

Keine ausländischen Gerichte im Fernsehen, Iran 2011

Von der Medienaufsicht wurde im Februar 2011 ein verbot ausgesprochen: in Kochsendungen dürfen keine ausländischen Rezepte präsentiert werden. Darunter allen auch die im Iran beliebten Pizzas und Pastas sowie Hamburger. (WN 7.2.2011)

Italien

Heiliger Sex - wie darf es sein? - Liebesfibel für Katholiken: "Sesso Santo", 2001

"Sex als Selbstzweck führt zu Sucht, zu Krankheiten, zum Tod." Nur verbunden mit Kinderwunsch ist der Geschlechtsverkehr erlaubt und natürlich nur unter Angetrauten. "Jedes Sinnesvergnügen vor oder außerhalb der Ehe ist Sünde." Schon "wenn ein Mann im Fernsehen eine unbekleidete Frau anstarrt" oder wenn "eine Frau im Minirock die Blicke anderer Männer auf sich zieht" - gleich ist das Ehebruch, Sünde. Was der Katholik darf, wie ihm im Bett das Paradies winkt oder das Fegefeuer droht, das kann er in dem Buch "Sesso Santo" (Heiliger Sex) nachlesen. Geschrieben wurde das Aufklärungswerk von einem Kollektiv aus praktizierenden Paaren, einem Psychologen, einem Gynäkologen und einem Theologen. Hinter den allgegenwärtigen sündigen Verlockungen, daran lassen die Experten für glaubenskorrektes Verhalten keinen Zweifel, steht in aller Regel der Teufel und stecken jene, die ihm schon verfallen sind. Der Beweis: "Es existiert kein Satanskult, der nicht Zügel- und Regellosigkeit auf sexuellem Gebiet vorsieht. Die Lust an der Lust ohne Grenzen entleert die Seele, löscht in ihr jeden Funken an Licht und Glauben und setzt sie dem schrecklichen und sehr realen Risiko der Hölle aus." Etwas beim Küssen: "Drei Arten des Kusses" haben die Sexualkundler ausgemacht, analog zur "Dreieinigkeit, die am Ursprung aller Dinge ist": den "brüderlichen, freundschaftlichen, familiären Kuss" auf Wange, Stirn oder Hand; dann die Küsse unter Verlobten ("die eine gewisse Intimität ausdrücken, aber nicht den Zweck haben, erotische Leidenschaft auszulösen") und schließlich "den ehelichen Kuss, welcher süß hinabtransportiert oder mit Ungeduld zum Sichberühren, Ausziehen, Vereinigen" führt. Diese Form der "gegenseitigen Bewohnung von Mund und Zunge" ist strikt Gattensache. Denn sie bedeutet doch zugleich eine Vermischung der "flora batterica": Auch die "zahlreichen Bakterien verheiraten sich". "Erotische Perversionen" wie orale oder anale Praktiken bedeuten "das Gegenteil von heiligem Sex" und geben einen "Quell von Krankheiten" ab. Schon "das Spielen mit dem Körper und den Genitalien kommt dem Spiel mit dem Feuer oder einem Spaziergang am Rande des Abgrunds gleich". Oft sind Schäden irreparabel: "Die sexuellen Verirrungen erzeugen Kettenreaktionen von Unsicherheit, Entmutigung, Misstrauen, Verdacht und Angst ... und hinterlassen tiefe Narben wie jeder Anschlag auf das Leben (Abtreibung, Mord, versuchter Selbstmord)." Zu den irdischen Freuden: Den Höhepunkt irdischer Freuden unter dem Beifall des Himmels verheißt die "Position Eden", das katholisch korrekte, also unverhütete und doch auf natürliche Art folgenlose Beisammensein von Mann und Frau: "Der Ehemann streckt sich rücklings nackt auf dem Bett aus und lässt absichtlich seinen 'pipino' - erloschen oder halb aufgerichtet - zwischen den geschlossenen Schenkeln verschwinden. Die Ehefrau legt sich nackt auf ihn, in vollem Kontakt. Man kann sich küssen, sanft umarmen, miteinander reden, sich schweigend ansehen oder beten." (Spiegel 1 2001)

Fluchverbot für italienische Fußballer, 2010

Im März 2010 wurden in der italienischen Liga "Serie A" die ersten Sperren wegen gotteslästerlichen Fluchens ausgesprochen. Als erster Sünder überführt wurde Domenico Di Carlo, der Trainer des Erstligisten Chievo Verona, der u.a. das Wort "Dio" (Herrgott) gerufen hatte. Die Worte des Lasters wurden - so der Beweis - von den Lippen abgelesen. (Südt. 4.3.2010)

Straßenverkehrsschild: Warnung vor Prostituierten, Mogliano 2010

Im April führte der Bürgermeister von Mogliano ein Warnschild "Attenzione Prostitute" ein. Er begründete die Maßnahme damit, dass an der Durchfahrtsstraße nach Venedig mittlerweile 80 Prostituierte stehen würden und es in der Verganegnheit bereits zu zahlreichen Unfällen gekommen sei. (Sdt. 16.10.2010)

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Japan

Nachmessen von Toilettenpapier, 1974

Zahlreich waren die Beschwerden, dass die Toilettenpapier-Rollen kürzer sein als angegeben. Daraufhin überprüfte die japanische Behörde für Verbraucherschutz die Länge der Rollen. Tatsächlich hatten ca. 10% der Rollen nicht die angegebene Blattzahl.

Nachmessen der Toilettenpappier-Rollen

Matheaufgabe: "Wie viele Tage dauert es, 18 Kinder zu töten, wenn man jeden Tag drei umbringt" Japan 2010

Ein Grundschullehrer stellte diese makabre Matheaufgabe. Die Schulbehörde bekam davon Wind und mahnte den Lerer ab. Er versprach es nicht wieder zu tun. (WN 16.9.2010)

Kanada

Passbild: Nur noch ernste Gesichter, 2003

Die kanadischen Behörden verfügten aus Sicherheitsgründen, dass auf Passbildern ein neutraler Gesichtsausdruck Pflicht sei. Denn, wer lächle, sei nicht so schnell und klar zu identifizieren. (MZ 28.8.2003)

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Korea

Südkoreanische Gebrauchsanweisung für WC, 1987

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Österreich

Innsbrucker Lokal verbietet Gästen das Küssen, 2013

In einem Innsbrucker Lokal hat der Wirt 2013 seinen Gästen ein Kussverbot auferlegt. "Aus Respekt vor unseren Mitarbeitern und internationalen Gästen bitten wir Sie, Zärtlichkeiten in unserem Lokal zu unterlassen", steht auf einer Hinweistafel neben der Hausordnung. Der Wirt selbst kommentierte seinen Entscheidung so: „Wenn Gäste Zärtlichkeiten austauschen, weisen wir sie darauf hin, dass dies in unserem Lokal nicht erwünscht ist. Unterlassen sie es nicht, müssen sie gehen“ Bei der Wirtschaftskammer gingen zwei Beschwerden von rausgeworfenen Paaren ein – aber die Vorgehensweise des Wirts sei rechtens, sagte der stellvertretende Kammer-Geschäftsführer Gernot Liska.(FAZ 3.4.2013)

Thailand

Meditieren bis der Tod kommt, 2014

Ein 65 Jahre alter buddhistischer Mönch in Thailand versuchte 2014 durch Meditation zu sterben. Der Abt eines Klosters in der Provinz Chaiyaphum hatte sich in einen Sarg gelegt und mit der Meditation begonnen. Der Sarg verfügte über Löcher, so dass der Mönch beim Meditieren atmen konnte. Andere Mönche habe er damit beauftragt, nach einer Zeit nachzuschauen, ob er tot sei. Als Botschaft habe er ihnen mit auf den Weg gegeben, sich stets bewusst zu machen, dass jedes Leben ende. Weser-Kurier 11.9.2014)

USA

Smoxploitation - Filme mit rauchenden Frauen für Fetischisten, USA 1996

Wegen der rigorosen Anti-Raucher-Politik in den USA wurde ein neues Geschäftsmodell entwickelt: Videos, die rauchende Frauen zeigen, und die - in den Augen der Fetischisten ein Tabubruch - angeblich sexuellen Lustgewinn verschaffen. Besonders beliebt sind Filme mit dem "french inhale" (der Rauch wird durch den Mund ausgeatmet und mit der Nase wieder eingesogen). (Spiegel 11 1996)

Smoxploitation


Achselhaare, 1999

Julia Roberts löste 1999 eine stürmische Diskussion aus, als sie bei ihrer letzten Filmpremiere nicht vollen- det ausrasiert im ärmellosen Kleid erschien. C. Iley, Kolumnistin der „Sunday Times“, verfolgte den Meinungsstreit und entdeckte einen Trend. Als Urheberin ermittelte sie die in Los Angeles lebende Schauspielerin Louise Ashby, die das Rasieren ein paar Tage vergaß und feststellte: „Kurzes Achselhaar ist sexy.“ Die Redakteure des Fashion-Magazins „Dazed & Confused“ reagierten sofort und brachten in der neuesten Ausgabe eine Schöne mit unrasierten Achseln. (Der Spiegel 29 1999)

Ashby links, Titel von "Dazed" rechts

Apps für das iPhone und das Wort "Pussy", 2010

Der Computerhersteller Apple führt eine rigide Zensur bei seinen Apps z.B. für das iPhone. Zunächst wurde die Zurschaustellung von Brustwarzen nicht mehr toleriert, dann folgten 2010 Bademoden, enge Eistänzer-Hosen und generell zuviel Haut. Ziel sei es angeblich gewesen, pornographische Inhalte zu verbannen. Auch suspekte Worte gerieten in das Visier der Apple-Zensoren. So wurde das App eines Programmierers entfernt, da deren Titel u.a. das Wort "Pussy" enthielt - es handelte sich um eine Diasho von Katzenbildern. (welt.de. 10.3.2010)

Strafe: Kuhfladen als "Scheiße" bezeichnet, 2010

Ein US-Sender musste wegen des Verstoßes gegen die TV-Richtlinien, die u.a. das benutzen von obszönen Wörtern verbieten, eine Geldstrafe zahlen: In einer Serie waren die gezeigten Kuhfladen als "Scheiße" bezeichnet worden. (Sdt. 15.7.2010)